Veranstaltung
BSFT bei der 20. Alterssicherungskonferenz von SoVD und ver.di
Am 8. Juli 2025 fand zum 20. Mal die gemeinsame Alterssicherungskonferenz der BSFT-Mitgliedsorganisation SoVD und der Gewerkschaft ver.di unter dem Motto „Zeit für politische Konsequenzen!“ in Berlin statt. Im Fokus standen die Pläne der Regierungskoalition zu Rente und Sorgearbeit. Mit dabei waren u.a. Lisa Sommer von der Trägerorganisation Deutscher Frauenrat, die das Bündnis Sorgearbeit fair teilen vorstellte, sowie Karsten Kassner von der BSFT-Mitgliedsorganisation Bundesforum Männer.
Obwohl 78% der Frauen erwerbstätig sind, arbeitet mehr als die Hälfte in Teilzeit – oft wegen unbezahlter Sorgearbeit, die Frauen zu 43 % häufiger leisten als Männer. Die Folgen: geringere Einkommen und weniger Rente. Altersarmut ist immer noch vor allem weiblich und taucht laut SoVD-Vorstandsvorsitzender Michaela Engelmeier nicht im Koalitionsvertrag auf. Michaela Engelmeier und Ver.di-Vorständin Rebecca Liebig kritisierten die Rentenpläne der Regierung deutlich.
In ihrer gemeinsamen Resolution fordern SoVD und ver.di konkrete politische Maßnahmen, um die soziale Absicherung von Frauen zu verbessern und Altersarmut wirksam zu bekämpfen. Zentral ist dabei der gleiche Lohn für gleichwertige Arbeit, damit strukturelle Benachteiligungen im Erwerbsleben endlich beseitigt werden. Darüber hinaus sprechen sich die Organisationen für eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro aus – insbesondere, um Menschen mit Minijobs aus der Armutsfalle zu holen. Auch die rentenrechtliche Anerkennung von Sorgearbeit ist ein zentrales Anliegen, da Care-Arbeit bislang zu wenig berücksichtigt wird. Gefordert wird außerdem der flächendeckende Ausbau der Ganztagsbetreuung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, sowie eine gezielte Förderung der betrieblichen Altersvorsorge für Frauen, um Einkommens- und Rentenlücken langfristig zu schließen.
Weitere Informationen gibt es in der SoVD-Zeitung Nr. 9/2025.