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Factsheet „Arbeit im Blick: Zeit für Erwerbs- und Sorgearbeit“

Kinder versorgen und erziehen, Angehörige und Freund*innen pflegen oder sich um den Haushalt kümmern: Ohne unbezahlte Sorgearbeit ist bezahlte Erwerbsarbeit nicht möglich. Die Sorge- und Hausarbeit der einen ermöglicht überhaupt erst die Erwerbsarbeit der anderen. Doch obwohl Sorgearbeit zentrale Lebensbereiche trägt, bleibt sie meist unsichtbar, unbezahlt und ungleich verteilt.

Das Bündnis Sorgearbeit fair teilen veröffentlicht jetzt das vierte Factsheet „Arbeit im Blick: Zeit für Erwerbs- und Sorgearbeit“ mit dem Fokus auf unbezahlter Sorgearbeit.

Frauen sind heute deutlich häufiger erwerbstätig, doch viele arbeiten weiterhin in Teilzeit – insbesondere Mütter. Gleichzeitig leisten Frauen deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit, vor allem Mütter übernehmen im Schnitt rund 14 Stunden pro Woche mehr unbezahlte Arbeit als Väter.

Diese Doppelbelastung erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und wirkt sich auf Arbeitszeiten und Erwerbsquoten aus. Eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit sowie passende Rahmenbedingungen, wie verlässliche Arbeitszeiten und bedarfsgerechte Betreuung, würde sich positiv sowohl auf die Annäherung der Erwerbsumfänge von Frauen und Männern als auch auf die Fachkräftesicherung auswirken.

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