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Factsheet-Reihe „Sorgearbeit“: Zahlen, Fakten, Argumentationshilfen

Die Factsheets des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen rund um unbezahlte Sorgearbeit, ihre ungleiche Verteilung und notwendige Veränderungen sind ab sofort leichter zugänglich und schneller erfassbar: Die Factsheet-Reihe mit vielen Grafiken und prägnanten Texten wird nicht mehr ausschließlich als PDF-Download angeboten, sondern ist nun auch direkt auf der Website übersichtlich aufbereitet.

Ungleich verteilt: Der Gender Care Gap und seine Folgen

Das Factsheet „Der Gender Care Gap und seine Folgen“ führt in die grundlegende Problematik ein. Es zeigt, wie unbezahlte Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern verteilt ist – sowohl in Familien mit Kindern als auch ohne.

Zudem werden Veränderungen in Erwerbskonstellationen rund um die Familiengründung, der Zusammenhang mit dem Gender Pension Gap sowie die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität bei Vätern beleuchtet.

Strukturelle Hürden im System

Mit dem Factsheet „Hürden für die faire Verteilung unbezahlter Sorge- und Hausarbeit“ rücken die strukturellen Rahmenbedingungen in den Fokus. Steuerliche Regelungen wie das Ehegattensplitting, Minijobs sowie Defizite in der Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur begünstigen weiterhin traditionelle Rollenverteilungen – mit langfristigen Nachteilen insbesondere für Frauen.

Erwerbsarbeit als Schlüssel zur Veränderung

Das dritte Factsheet „Maßnahmen zur Schließung der Sorgelücke im Bereich der Erwerbsarbeit“ zeigt, welche Rolle die Arbeitswelt spielt. Arbeitszeiten, betriebliche Kulturen und gesetzliche Regelungen beeinflussen maßgeblich, wie Sorgearbeit verteilt wird.

Gefordert sind unter anderem bessere Bedingungen für Arbeitszeitreduzierungen und Auszeiten – insbesondere für Männer – sowie mehr Möglichkeiten für Mütter, ihre Erwerbstätigkeit auszuweiten.

Zeit im Blick: Doppelbelastung sichtbar machen

Das vierte Factsheet „Arbeit im Blick: Zeit für Erwerbs- und Sorgearbeit“ lenkt den Fokus auf die alltägliche Realität vieler Familien. Trotz gestiegener Erwerbstätigkeit von Frauen bleibt die Verteilung von Sorgearbeit ungleich: Mütter leisten im Schnitt deutlich mehr unbezahlte Arbeit als Väter. Die daraus resultierende Doppelbelastung erschwert die Vereinbarkeit und hat Auswirkungen auf Erwerbsverläufe und Fachkräftesicherung.

Die Factsheet-Reihe verdeutlicht, dass die faire Verteilung von Sorgearbeit kein individuelles, sondern ein strukturelles Thema ist. Sie erfordert politische Reformen, veränderte Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt und einen Ausbau der sozialen Infrastruktur.