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Paritätischer Gesamtverband: Armut in der häuslichen Pflege
„In der häuslichen Pflege […] stellt sich die Situation Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen als große Blackbox dar, weil die amtliche Datenlage/Sozialhilfestatistik diesen Bereich überwiegend unterbelichtet lässt.“
Vor diesem Hintergrund untersucht eine Studie von Prof. Dr. habil. jur. Thomas Klie im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbands die Problematik der sog. Pflegearmut in Bezug auf Menschen, die in ambulanten und häuslichen Settings gepflegt werden, und ihren (pflegenden) Angehörigen.
Insbesondere Armut durch Pflege – etwa durch die Aufgabe von Erwerbsarbeit – und Armut nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit – etwa durch die Einbeziehung des Einkommens von Ehepartner*innen für die Abdeckung von Pflegekosten – führen zu Armutsbedrohungen, die Frauen besonders betreffen.
Grund dafür ist u.a., dass sie häufiger auf Erwerbsarbeit verzichten oder sie reduzieren, um Pflegeverantwortung zu übernehmen. Die Empfehlungen der Studie richten sich auf Maßnahmen der Hilfe zur Pflege mit dem Ziel der Existenzsicherung für einkommensschwache Haushalte.
Die Studie ist auf der Website des Paritätischen Gesamtverbands zu finden.