Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen, statt einseitig auf die Situation danach zu schauen, mahnen die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen. Sie fordern gleichstellungspolitische Anreize für die faire Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit vor Trennung und Scheidung, damit die gemeinschaftliche Betreuung auch danach funktionieren kann.

Sorgearbeit fair zu teilen steht in Trennungsfamilien unter anderen Vorzeichen als in Paarfamilien. Das Unterhaltsrecht sollte sich nicht nur – wie die Eckpunkte – an geänderten Rollenvorstellungen hinsichtlich einer gleichberechtigten Aufgabenteilung ausrichten, sondern muss die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen. „Die von Bundesjustizminister Marco Buschmann vorgestellten Eckpunkte lassen insbesondere das im Koalitionsvertrag formulierte Ansinnen vermissen, auch die Betreuungsanteile vor Trennung oder Scheidung zu berücksichtigen sowie das Existenzminimum des Kindes sicherzustellen“, so die Bewertung der Bündnismitglieder.

Bezahlte Erwerbs- und unbezahlte Sorgearbeit sind in Paarfamilien nach wie vor ungleich verteilt. In der Regel erfolgt mit der Familiengründung eine Weichenstellung in Richtung eines modernisierten Ernährermodells mit einem in Vollzeit erwerbstätigen Vater und einer Mutter, die längere familienbedingte Auszeiten nimmt und danach überwiegend in Teilzeit erwerbstätig ist. Die negativen Folgen dieser Arbeitsteilung zulasten der eigenständigen Existenzsicherung tragen nach einer Trennung vor allem die Mütter.
Für Familienkonstellationen, bei denen vor der Trennung eine ungleiche Arbeitsteilung gelebt wurde, müssen im Rahmen der geplanten Reform daher angemessene Übergangsregelungen verankert werden, so die Bündnismitglieder.

Die Bündnismitglieder fordern zudem, im Koalitionsvertrag vorgesehene Anreize für die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit vor Trennung oder Scheidung der Eltern, wie z.B. die Freistellung nach Geburt für Väter bzw. zweite Elternteile oder mehr individuelle, nicht übertragbare Elterngeldmonate, endlich umzusetzen. „Die Förderung der partnerschaftlichen Betreuung gemeinsamer Kinder muss bereits vor Trennung oder Scheidung erfolgen, damit sie auch danach funktionieren kann.“

Sie plädieren nachdrücklich dafür, die bestehenden Unterschiede in den Erwerbsbiografien von Müttern und Vätern bei einer Reform des Unterhaltsrechts systematisch zu berücksichtigen: „Alles andere hätte erhebliche Nachteile vor allem für getrenntlebende Frauen und ihre Kinder und würde in Kauf nehmen, ihr ohnehin erhöhtes Armutsrisiko zu verschärfen.“

Die vollständige Positionierung des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen zu den Eckpunkten der Unterhaltsrechtsreform ist hier zu finden.

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Positionierung zur Unterhaltsrechtsreform: Die Vorschläge sind unausgewogen

Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen.

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Halbzeitbilanz der Ampelkoalition zur fairen Verteilung der Sorgearbeit fällt ungenügend aus

Keine der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur fairen Verteilung von Sorgearbeit bislang umgesetzt.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Ohne fair geteilte Sorgearbeit keine Gleichstellung! Die 31 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen fordern die politisch Verantwortlichen auf, mehr finanzielle Mittel für gleichstellungspolitische Maßnahmen zur geschlechtergerechten Verteilung unbezahlter Sorgearbeit und zur Schließung der Sorgelücke zur Verfügung zu stellen.

„Das faire Verteilen unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern über den gesamten Lebensverlauf ist ein zentraler Schlüssel für die Gleichstellung: Ohne die gerechte Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit ist die Gleichstellung im Erwerbsleben, die eigenständige Existenzsicherung und insgesamt die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen Lebensbereichen nicht zu erreichen“, so die Mitglieder im Bündnis Sorgearbeit fair teilen. „Die vorgesehenen Sparmaßnahmen im Bereich Gleichstellungs- und Familienpolitik senden fatale Signale. Stattdessen müssen dringend mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

„Die zuständigen Ressorts müssen nun zeitnah die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen für das faire Verteilen der unbezahlten Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern umsetzen“, schreiben die Bündnismitglieder in ihrem Offenen Brief anlässlich der Haushaltsberatungen 2024 an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und die Mitglieder der Bundesregierung.

Um das gerechte Verteilen unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu fördern, wurden im Koalitionsvertrag „Mehr Fortschritt wagen“ zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP zahlreiche Maßnahmen verankert. Zentrale Vorhaben, wie die zweiwöchige bezahlte Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt, der Ausbau der nicht übertragbaren Elterngeldmonate, die Lohnersatzleistung für Pflegezeiten oder das Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen, sind allerdings bislang noch nicht umgesetzt worden.

Der Offene Brief des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen ist hier zu finden.

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Positionierung zur Unterhaltsrechtsreform: Die Vorschläge sind unausgewogen

Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen.

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Halbzeitbilanz der Ampelkoalition zur fairen Verteilung der Sorgearbeit fällt ungenügend aus

Keine der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur fairen Verteilung von Sorgearbeit bislang umgesetzt.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Die 26 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen fordern die Gleichstellungsminister*innen anlässlich ihrer Bund-Länder-Konferenz am 15./16. Juni eindringlich auf, sich für die Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen zur fairen Verteilung unbezahlter Sorgearbeit einzusetzen und die Bereitstellung der dafür notwendigen Haushaltsmittel anzumahnen.

„Nach wie vor ist die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen, etwa am Arbeitsmarkt, nicht gegeben. Damit sich das ändert, sind gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Rahmenbedingungen für eine gerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern zu schaffen“, fordern die Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen.

Frauen leisten durchschnittlich mit über vier Stunden täglich anderthalb Mal so viel unbezahlte Sorgearbeit wie Männer. Die Ungleichverteilung unbezahlter Sorgearbeit lässt Frauen weniger Zeit und Raum für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit und politisches oder ehrenamtliches Engagement, aber auch für Erholung und Freizeitaktivitäten. Die verstärkte Übernahme familialer Sorgearbeit durch Männer stärkt die Teilhabemöglichkeiten von Frauen, knüpft an den Wünschen vieler Väter von heute an und trägt insgesamt zur Gleichstellung bei.

„Gleichstellung und Chancengleichheit unabhängig vom Geschlecht müssen gerade in gesellschaftlichen Krisenzeiten seitens der Politik priorisiert werden. Wir fordern die Gleichstellungsminister*innen auf, sich für die Bereitstellung der notwendigen Bundeshaushaltsmittel einzusetzen, um die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen für die gerechte Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern umzusetzen“, betonen die Bündnismitglieder.

„Damit das ‚Jahrzehnt der Gleichstellung‘ Realität wird, müssen vereinbarte Vorhaben wie die zehntägige bezahlte Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt („Familienstartzeit“), eine Lohnersatzleistung für Pflegezeiten, die Ausweitung der individuellen, nicht übertragbaren Elterngeldmonate und die Abschaffung der Lohnsteuerklasse V noch in dieser Legislaturperiode kommen.“

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Positionierung zur Unterhaltsrechtsreform: Die Vorschläge sind unausgewogen

Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen.

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Halbzeitbilanz der Ampelkoalition zur fairen Verteilung der Sorgearbeit fällt ungenügend aus

Keine der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur fairen Verteilung von Sorgearbeit bislang umgesetzt.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Die 26 Mitgliedsorganisationen begrüßen das vom BMFSFJ konkretisierte Vorhaben der Bundesregierung, Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt eines Kindes zehn Tage bezahlt freizustellen, und drängen auf einen zügigen Gesetzgebungsprozess. Sie fordern zudem, die Ausweitung der nicht übertragbaren Elterngeldmonate ebenfalls jetzt zeitnah umzusetzen. Für fair geteilte Sorgearbeit von Anfang an!

„Die geplante Familienstartzeit ist wichtig für die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit von Anfang an. Mit der Geburt eines Kindes werden in Partnerschaften entscheidende Weichen gestellt. Die Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile muss jetzt zügig umgesetzt werden, damit sie ab 2024 gelebte Realität werden kann!“, fordern die Mitglieder im Bündnis Sorgearbeit fair teilen. Um die gerechte Verteilung von Sorgearbeit rund um die Familiengründung zu fördern, setzt sich das Bündnis zusätzlich für die Ausweitung der nicht übertragbaren Elterngeldmonate ein, die ebenfalls im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Mit beiden Maßnahmen werden Anreize für Männer gesetzt, vermehrt Sorgearbeit zu übernehmen, und Frauen in ihrer Erwerbstätigkeit gestärkt.

Knapp die Hälfte der Eltern (46 Prozent) wünscht sich laut kürzlich veröffentlichtem Familienbarometer eine partnerschaftliche Aufteilung von Kinderbetreuung, Haushalt und Erwerbstätigkeit. „Die Politik ist gefordert, den Wünschen nach einer partnerschaftlichen Arbeitsteilung Rechnung zu tragen“, unterstreichen die Bündnismitglieder.

Die Zeit der Familiengründung ist der Abschnitt im Lebenslauf, an dem sich die Erwerbsbiografien von Frauen und Männern noch zu oft auseinanderentwickeln und sich die Sorgelücke vergrößert. Die Aufteilung geht bislang in der Regel zu Lasten der Erwerbstätigkeit von Frauen, was sich nachteilig auf ihre eigenständige ökonomische Absicherung über den Lebensverlauf auswirkt.

Die vollständige Positionierung des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen finden Sie hier.

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Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen.

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Keine der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur fairen Verteilung von Sorgearbeit bislang umgesetzt.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Die 26 Mitgliedsorganisationen des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen fordern, die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen zur Verringerung der Sorgelücke zügig umzusetzen und die Finanzierung hierfür sicherzustellen.

Ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages hat keine der darin verankerten Maßnahmen zur Verringerung der Sorgelücke den Status des Gesetzgebungsverfahrens erreicht. „Wenn das ambitionierte Ziel erreicht werden soll, bis 2030 die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern herzustellen, dann müssen Maßnahmen, die die faire Verteilung der unbezahlten Sorge- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern voranbringen, prioritär behandelt und jetzt zeitnah umgesetzt werden“, schreiben die Bündnismitglieder in ihrem Offenen Brief an die politisch Verantwortlichen.

Die Einführung einer zweiwöchigen vergüteten Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile nach der Geburt des Kindes, der Ausbau der nicht übertragbaren Elterngeldmonate sowie die Erweiterung des elternzeitbedingten Kündigungsschutzes sind aus Sicht des Bündnisses ein notwendiges und sinnvolles Maßnahmenbündel, um die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit in der sensiblen Phase der Familiengründung zu unterstützen. Die Bündnismitglieder fordern, dafür die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen. Auch weitere Maßnahmen, wie die Entgeltersatzleistung für Pflegezeiten oder das Gutscheinsystem für haushaltsnahe Dienstleistungen, gilt es wie geplant umzusetzen.

Den Offenen Brief des Bündnisses finden Sie hier.

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Positionierung zur Unterhaltsrechtsreform: Die Vorschläge sind unausgewogen

Das Unterhaltsrecht muss das kindliche Existenzminimum sichern und die gelebte Realität vor Trennung oder Scheidung berücksichtigen.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage, wie das Bündnis Sorgearbeit fair teilen anlässlich seiner Fachtagung „Sorgearbeit – selbstverständlich weiblich? Close the Care Gap!“ am 9. November bekanntgab.

Auf die Frage, wie wichtig es ihnen sei, dass Frauen und Männer sich bezahlte Erwerbsarbeit und unbezahlte Sorgearbeit gleichmäßiger aufteilen, antworten 42 Prozent der Befragten mit „wichtig“ und 34 Prozent mit „sehr wichtig“.

„Für 76 Prozent der Deutschen ist die gleichmäßigere Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern wichtig bis sehr wichtig. Das ist ein Handlungsauftrag an die Politik. Dem Ziel muss jetzt politische Priorität eingeräumt werden“, betonen die 26 Mitglieder des Bündnisses Sorgearbeit fair teilen.

Um der gleichmäßigeren Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern näherzukommen, befürworten 51 Prozent der Befragten die Einführung einer Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige, wenn diese ihre Erwerbsarbeit reduzieren oder für eine gewisse Zeit aussetzen. Weitere 41 Prozent fordern geschlechtergerechte und familienorientierte, flexible Arbeitszeitmodelle. 36 Prozent sprechen sich für staatliche Zuschüsse für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen aus.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag verankerten Maßnahmen, die die faire Verteilung unbezahlter Sorgearbeit voranbringen, auf die politische Agenda zu setzen und schnellstmöglich umzusetzen“, unterstreichen die Bündnismitglieder.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.053 Personen zwischen dem 18. und 20.10.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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Positionierung zur Unterhaltsrechtsreform: Die Vorschläge sind unausgewogen

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Das Bündnis Sorgearbeit fair teilen wächst: Anfang Oktober hat sich die Mitgliederzahl von 13 auf 26 verdoppelt. Weitere Anträge auf Mitgliedschaft sind willkommen.

„Wir freuen uns, dass wir nach Erarbeitung solider Strukturen und Arbeitsweisen des Bündnisses nun 13 neue Mitglieder in unserer Runde begrüßen können“, so die Gründungsmitglieder des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Sorgearbeit fair teilen im Nachgang einer Plenumssitzung, in der die Aufnahme beschlossen wurde. „Damit können wir Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft mit noch größerer Kraft für die gleichstellungspolitische Bedeutung der Sorgelücke zwischen den Geschlechtern sensibilisieren und uns gemeinsam politisch für ihre längst überfällige Schließung stark machen.“

Das Bündnis möchte sich breit aufstellen und ist offen für zivilgesellschaftliche Organisationen, Verbände und Netzwerke, die sich auf Basis eines gleichstellungsorientierten Selbstverständnisses für die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit und die Schließung der Sorgelücke zwischen den Geschlechtern einsetzen. Das Bündnis versteht sich als Netzwerk, das den Austausch und den gegenseitigen Transfer von Wissen pflegt und mittels Veranstaltungen, Positionierungen und gezielter Öffentlichkeitsarbeit Einfluss auf den politischen Diskurs nimmt.

„Wir freuen uns auf die Impulse der neuen Mitglieder und die weitere Zusammenarbeit im Bündnis“, so die Gründungsmitglieder.

Als neue Mitglieder im Bündnis werden begrüßt:

Bundesverband der Mütterzentren e.V.
Care.Macht.Mehr
Deutscher Verband Frau und Kultur e.V.
evangelische arbeitsgemeinschaft familie e.V. (eaf)
Forum katholischer Männer (FkM)
GMEI Gender Mainstreaming Experts International
Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB)
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) – Bundesverband e.V.
Männerarbeit der EKD
SKM Bundesverband e.V.
Sozialdienst muslimischer Frauen e.V. (SmF-Bundesverband)
Sozialverband Deutschland e.V. (SoVD)
Sozialverband VdK Deutschland e.V.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Die seit mehr als zwei Jahren andauernde Corona-Pandemie hat negative Folgen für die Gleichstellung mit gravierenden Auswirkungen auf Frauen: Unfreiwilliger Rückzug vom Arbeitsmarkt, Reduzierung der Erwerbsarbeitszeiten und chronische Erschöpfung aufgrund der Mehrfachbelastungen sind Krisenfolgen, die aktuell die Lebenssituation vieler Frauen prägen.

„Wir erwarten von den Gleichstellungs- und Frauenminister*innen der Länder, dass sie die Folgen, die sich für viele Frauen aus der Corona-Pandemie ergeben, ernst nehmen und sich für die faire Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern stark machen. Wir erkennen darin eine zentrale gleichstellungspolitische Aufgabe“, so die Mitgliedsverbände des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Sorgearbeit fair teilen im Vorfeld der Gleichstellungsminister*innen-Konferenz 2022.

Die bereits vor der Corona-Krise bestehenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern drohen sich durch die Pandemie zu verfestigen bzw. zu vergrößern. Dem muss dringend entgegengewirkt werden. Strukturelle Rahmenbedingungen, die die ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorge- und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern begünstigen, müssen geändert und Anreize für die gleichberechtigte Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit gestärkt werden.

„Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen, die die gerechtere Verteilung unbezahlter Sorgearbeit zum Ziel haben, müssen schnellstmöglich umgesetzt werden“, fordern die Bündnismitglieder.
Das Bündnis dringt darauf, zügig zehn Tage Freistellung für Väter bzw. zweite Elternteile rund um die Geburt mit vollem Lohnersatz einzuführen. „Zudem setzen wir uns für eine Entgeltersatzleistung für Pflegezeiten, die Ausweitung der individuellen, nicht übertragbaren Elterngeldmonate, die Abschaffung der Lohnsteuerklasse V und die Einführung einer Individualbesteuerung für alle, die öffentliche Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen sowie für geschlechtergerechte und familienorientierte Arbeitszeitmodelle ein“, konkretisieren die Bündnismitglieder ihren Forderungskatalog.

Die politischen Forderungen des Bündnisses zur Bundestagswahl sowie die Bewertung des Koalitionsvertrags aus Sicht des Bündnisses sind unter dem Menüpunkt Materialien zu finden.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Vor dem Hintergrund von Equal Care Day, Equal Pay Day und Internationalem Frauentag veröffentlicht das Bündnis Sorgearbeit fair teilen seine Bewertung des Koalitionsvertrags. Trotz begrüßungswerter Vorhaben der Koalition sieht das zivilgesellschaft­liche Bündnis Defizite und fordert von der Bundes­regierung umfassendere Maßnahmen zur Schließung der Sorgelücke.

Frauen leisten noch immer täglich durchschnittlich 1,5 Stunden mehr Sorgearbeit als Männer. In der Pandemie hat die Belastung von Frauen noch einmal zugenommen. Von echter Chancengleichheit kann also keine Rede sein. Der Schlüssel zu einer geschlechtergerechten Zukunft liegt in der fairen Verteilung von Sorge-, Haus- und Erwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern.

„Wir begrüßen das Bestreben der Koalition, in diesem Jahrzehnt die Gleichstellung von Frauen und Männern zu erreichen. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn die Schließung der Sorgelücke zentrales politisches Ziel wird.“

Der Koalitionsvertrag macht mit der Einführung einer Entgeltersatzleistung für Pflegezeiten, der zehntägigen bezahlten Freistellung rund um die Geburt für Väter und zweite Elternteile sowie der öffentlichen Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen aus Sicht des Bündnisses gleichstellungs- und familienpolitisch einen erkennbaren Schritt nach vorne, lässt aber einen umfassenden und konsistenten gleichstellungspolitischen Wurf vermissen.

Es fehlt ein Maßnahmenkatalog ohne Zielkonflikte, der Frauen und Männer gleichermaßen adressiert und ihnen ermöglicht, ein existenzsicherndes Einkommen zu erwirtschaften und gleichzeitig ihrer Sorgeverantwortung nachkommen zu können.

Besonders problematisch ist die vorgesehene Erhöhung der Mini- und Midijob-Grenzen auf 520 bzw. 1.600 Euro. Zwei Drittel der Minijober*innen sind Frauen. Die von der Koalition geplante Anhebung der Einkommensgrenzen führt zu einer Ausweitung dieser prekären Beschäftigungsverhältnisse, die dem Ziel der kurz- wie langfristigen eigenständigen Existenzsicherung von Frauen eklatant zuwiderläuft.

Nachbesserungsbedarf sieht das Bündnis u. a. auch beim Steuerrecht. Zwar ist die geplante Überführung der Steuerklassen III und V in das Faktorverfahren der Steuerklasse IV ein erster Schritt; dieser bleibt jedoch unzureichend. Notwendig ist die Einführung einer Individualbesteuerung mit übertragbarem Grundfreibetrag, um die existenzsichernde Erwerbstätigkeit von Frauen in einer Ehe zu fördern.

Die ausführliche Bewertung und die Forderungen der Bündnismitglieder an die Koalition sind online verfügbar.

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Keine der im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur fairen Verteilung von Sorgearbeit bislang umgesetzt.

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Offener Brief zu Haushaltsberatungen 2024: BSFT fordert mehr Haushaltsmittel für Gleichstellung

In einem Offenen Brief haben sich die 31 Mitgliedsorganisationen im Bündnis Sorgearbeit fair teilen an die politisch Verantwortlichen gewandt.

Die Corona-Krise führt den gesellschaftlichen Wert von Sorgearbeit wie Pflege, Kindererziehung oder Hausarbeit einmal mehr vor Augen. Zugleich zeigt sie überdeutlich die problematischen Folgen der ungleichen Verteilung von Sorge- und Hausarbeit zwischen Frauen und Männern: Die Pandemie hat Überlastung, gesundheitliche Probleme und die Gefährdung beruflicher Existenzen vor allem bei Frauen verstärkt. Die Politik ist aufgefordert, in der neuen Wahlperiode sich abzeichnenden negativen Folgen für die Gleichstellung von Frauen und Männern aktiv entgegenzuwirken.
Welche Erkenntnisse zur Sorgelücke zwischen Frauen und Männer gibt es? Welche Maßnahmen sind – auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise – notwendig, um den Gender Care Gap zu schließen? Und welche Wünsche haben Menschen mit Sorgeverantwortung an Politik und Verwaltung?

Das Bündnis Sorgearbeit fair teilen lädt zur digitalen Veranstaltung ein: Mittwoch, den 10.11.2021, 13 bis 16 Uhr.

Programm

Check-In: ab 12.30 Uhr

13.00 Uhr: Begrüßung

Zentrale Erkenntnisse des 9. Familienberichts für eine faire Verteilung der Sorgearbeit
Vortrag von Prof.in Dr. Michaela Kreyenfeld, Professorin für Soziologie an der Hertie School, Berlin und Mitglied der 9. Familienberichtskommission, und Dagmar Müller, Leiterin der Geschäftsstelle Neunter Familienbericht am Deutschen Jugendinstitut

Maßnahmen zur Verringerung der Sorgelücke: Ergebnisse des Gender Care Gap Projekts
Interview mit Katrin Lange, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS)

Möglichkeit für Nachfragen

PAUSE

Moderiertes Gespräch mit Statements von Vertreter*innen aus Verwaltung und Wissenschaft sowie von Menschen mit Sorgeverantwortung: Sven Paul (BMFSFJ), Prof. Dr. Barbara Thiessen (Hochschule Landshut, Initiative Care.Macht.Mehr) sowie Marianne Nickl, Louisa Jakoby und Marius Marwede (Kronsberger)

Austausch mit dem Publikum

Resümee und Verabschiedung

16.00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Moderation der Veranstaltung: Simone Schmollack, Ressortleitung taz.de/Regie

Die Veranstaltung wird in digitaler Form durchgeführt. Sie erhalten kurz vor der Veranstaltung von uns den Link für die Teilnahme.

Die Anmeldung ist bis zum 5.11.2021 unter Angabe des Namens, der Organisation und der E-Mail-Adresse unter kontakt@sorgearbeit-fair-teilen.de möglich.

Wir freuen uns, wenn Sie unser digitales Fachgespräch redaktionell berücksichtigen und/oder in Ihren Veranstaltungskalender aufnehmen.

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